Von Algorithmen und Eignungschecks

Sind Algorithmen die besseren Recruiter? Können «Maschinen» oder können wir dank «Machine Learning» die Zusammenführung des geeigneten Mitarbeiters zur richtigen Stelle in der richtigen Firma wesentlich verbessern?

Der Trend ist jedenfalls eindeutig. Eine Unmenge solcher Lösungen drängen auf den Markt und werden – das ist meine Vorhersage – einen relevanten Marktanteil gewinnen.

Wie immer interessiert mich im Besonderen der Jugendmarkt. Dort hat sich über viele Jahre eine «Testkultur» etabliert. Was es mit dieser Kultur auf sich hat, lesen Sie in meinem HR Today Blog.

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Leere Lehrstellen – das Passungsproblem

Mich beschäftigt zurzeit ein Thema stark und ich wundere mich, dass weder die Medien noch die Öffentlichkeit es öfter aufgreifen.

Mit dem Risiko, dass mein heutiger Beitrag nur die Leute anspricht, die sich vertieft mit dem Thema Jugend und Arbeitsmarkt beschäftigen, möchte ich das aktuelle «Passungsproblem» etwas näher durchleuchten. Denn es ist zentral. Zentral für die Jugend und die Eltern. Zentral für den Arbeitsmarkt in der Schweiz.

Wovon ich rede erfahren Sie in meinem HR Today Blogschnuppern

Schnuppertage – kein Auslaufmodell

Ohne Schnuppern kann man keine vernünftige Job-Entscheidung treffen – so meine heutige Behauptung. Dies gilt sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.

Natürlich lernt man sich in einem Bewerbungsgespräch persönlich kennen, man hat die Qualifikationen vor Augen und beide versprechen sich gegenseitig das Blaue vom Himmel: So ist der Arbeitnehmer stets belastbar, aufnahmefähig und effizient und der Arbeitgeber verspricht immer abwechslungsreiche Aufgaben, gute Aufstiegsmöglichkeiten und einen ausserordentlichen Teamzusammenhalt. Doch sollte man sich wirklich darauf verlassen? Ich meine nein!

Im HR Today Blog finden Sie meine gesamte Argumentation. schnuppern

Kampf den Stellenanzeigen!

Zum Start ins 2016 wage ich mal was: Ich plädiere für die konsequente Abschaffung von Stellen-Inseraten. Und zwar offline wie online!

Entstanden ist das Inserat in einer Zeit, wo Firmen Mitarbeitende ausschliesslich selektionieren mussten. Die Checkliste der Erwartungshaltung an die Kandidaten mit einem Logo sowie zwei Zeilen Firmeninformationen, die sich mehr gleichen als ein Ei dem anderen, ist veraltet und entspricht nicht mehr den heutigen Erwartungen.

Was sind sonst noch die Mängel oder Schwächen eines klassischen Inserates?

Eine vollständige Aufstellung zeige ich meinem HR Today Blogflughafenbild_webseite

Lehre besser als Uni-Abschluss?

Zwei Drittel aller Jugendlichen oder rund 66’000 junge Leute wählen in der Schweiz jährlich eine Lehrstelle. Fast 5000 haben beim Lernendenbarometer von yousty.ch ihre Meinung zur Zufriedenheit in der Lehre geäussert. Noch nie war eine Studie in diesem Bereich so repräsentativ.

Aber was lernen Firmen und HR-Verantwortliche oder auch Eltern und Lehrer aus den Resultaten?

Die wichtigsten Ergebnisse zeige ich auf meinem HR Today Blog auf. faktoren

Gerichtsurteil! Bewerbung per Post bald verboten?

Sie mögen sich an meinen BlogAlle sind online nur die Jugend nicht“ erinnern?
Auf deutschen Kanälen (personalmarketing2null) habe ich heute folgendes gefunden:

Aus Datenschutzgründen, wegen frustrierender Erlebnisse bei der Online-Bewerbung und Angst vor der allgegenwärtigen NSA reichte ein Bewerber seine Bewerbungsunterlagen in Papierform ein, obwohl diese vom Arbeitgeber explizit per elektronischer Übertragung („online“) gefordert wurden. Das darf er nicht, urteilte ein Gericht.

Bereits seit 2013 hat die Firma einen expliziten Hinweis auf seiner Karriere-Website, dass Bewerbungen nur noch online angenommen und Postbewerbungen nicht zurück gesendet werden.

Ein Bewerber erlebte, dass er sich dem nicht entziehen kann. Obwohl er seine Bewerbung in Word vorbereitet hatte, reichte er sie per Post ein. Eine elektronische Übermittlung lehnte er ab, da er negative Erfahrungen mit mangelhaften Online-Bewerbungsformularen und Internetmissbrauch gesammelt hatte und ihm darüber hinaus die NSA-Affäre die Anfälligkeit des Internets gezeigt hat.

Die Firma lehnte dieses ab, worauf es zu einer Klage vor dem Arbeitsgericht Neu-Brokdorf kam. Mit rechtskräftigem Urteil vom 15. August 2015 (Az.: 1 LMAA 0815/4711) wurde nun aber entschieden, „dass allgemeine Bedenken gegen die Sicherheit einer Datenfernübertragung nicht ausreichen, um von einer elektronischen Übermittlung der Bewerbungsunterlagen befreit zu werden.“

Nach Auffassung des Gerichts ist die Übermittlung der Daten auf Basis des vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Online-Bewerbungsverfahrens nicht manipulationsanfälliger als eine Bewerbung, die in Papierform eingehe.
Auf eine elektronische Übermittlung könne nur verzichtet werden, sofern diese wirtschaftlich oder persönlich für den Bewerber unzumutbar sei, heißt es in der Begründung.

Da der Bewerber im Urteilsfall sowohl über die technischen Voraussetzungen als auch über die intellektuellen Fähigkeiten verfüge, sei das Übermitteln der Bewerbung online unstrittig ihm auch zumutbar. Die Zusendung der Bewerbung per Post (Papierform) stelle bei zwingender elektronischer Übermittlung eine Nichtabgabe dar und schließe ihn automatisch vom Bewerbungsverfahren aus.

Bereits 2012 kam das Oberlandesgericht Leipzig (Az. WGIDD/66/HH) zu einem komplett gegenläufigen Urteil. Hier wurde ein Unternehmen dazu verurteilt, Bewerbungen auch per Post zuzulassen. Ein Bewerber hatte seinerseits geklagt, da er sich benachteiligt fühlte, am Bewerbungsverfahren nicht teilnehmen zu können. In diesem Falle verfügte der Kläger zwar durchaus über die intellektuellen Fähigkeiten, jedoch nicht über die technischen Voraussetzungen: Er hatte keinen Internetzugang.

Es bleibt spannend, denn gemäß eines geplanten EU-Gesetzentwurfs soll die elektronische Kommunikation oder Übermittlung von Daten zwischen Bewerbern und Unternehmen zum Standard erhoben werden. Dies würde das Urteil aus Leipzig nicht nur aushebeln – in letzter Konsequenz bedeutet dies dann bspw. auch ein Ende der Bewerbungen auf Umweltpapier, die das Umweltbundesamt von seinen Bewerbern fordert.

Seine wir gespannt, wie sich das Ganze in der Schweiz entwickelt und vor allem bei der Jugend….

HR Today Blog: Es geht los!

Seit dem 20. März ist es soweit: Der HR Today Blog ist online. Auf blog.hrtoday.ch bündelt HR Today die HR-Expertise von bekannten Persönlichkeiten. Namhafte ­Experten und innovative Jungtalente greifen für Sie aktuelle Themen und neue Trends aus der Branche auf und bloggen darüber. Jede Woche zu einem anderen Thema. Immer meinungsstark, provokativ und pointiert.

 

Ich freue mich, Teil dieses Teams zu sein und meinen ersten Blog zum Thema Berufsbildung zu veröffentlichen: HR im Rollenwandel.