Yousty-Talk mit H. Kunz | B. Braun Medical AG

Die Berufsbildung beschäftigt die Schweiz – insbesondere in Anbetracht der Fachkräftemangeldiskussion. Es ist mir daher ein grosses Anliegen, in diesem Bereich unterwegs zu sein und mich mit interessierten und engagierten Menschen auszutauschen. Ich erlaube mir, diese Interviews und Gespräche zu veröffentlichen, da sie spannende Einblicke in den Bereich „Berufsbildung“ gewähren.

Dieser Yousty-Talk wurde am 12. Dezember 2014 mit Herrn Hans Kunz, CEO der B. Braun Medical AG in Sempach, durchgeführt.

 

Herr Kunz, wer sind Sie?

HK: Ich bin aktuell CEO der Firma B. Braun Medical AG in der Schweiz. Davor war ich 34 Jahre Finanzchef. Ich bin verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Deshalb bin ich auch schon Grossvater.

 

UC: Hat die B. Braun Medical AG eine lange Tradition?

HK: Ja, die Firma blickt auf eine sehr lange Tradition zurück. Heute haben wir 54’000 Mitarbeitende im Konzern, davon 930 in der Schweiz. Der Umsatz in der Schweiz beträgt über 300 Mio CHF.

 

UC: Weshalb bilden Sie aus?

HK: Unsere Firma braucht Fachkräfte. Das ist zentral für unseren Erfolg in der Zukunft. Lernende sind deshalb bei uns ein Teil des Nachwuchsprogramms. Auf der anderen Seite ist es uns wichtig, auch Jugendlichen aus der Region helfen, den Berufseinstieg zu schaffen und die Lehre als Alternative zum Studium zu sehen. So unterstützen wir auch Mitarbeitende, welche die Berufsmatura begleitend machen möchten.

 

UC: Ist das nicht sehr teuer?

HK: Man kann nicht nach Fachkräften rufen und nicht bereit sein, dafür auch zu investieren. Weiter wird das Rekrutieren von Ausgelernten zunehmen schwieriger. Der Radius des Einzugsgebietes muss für alle Firmen grösser werden. Und die Kosten, diese Fachkräfte zu gewinnen steigen dauernd. Deshalb investieren wir in Ausbildung mit dem Ziel, viele Lernende zu übernehmen und sie weiter bei uns zu beschäftigen. Selbst wenn sie ein paar Jahre weg sind, sollen sie B. Braun positiv in Erinnerung behalten und gerne wieder zurückkommen. Ausserdem: Über die Lehre lernt man die Personen, ihre Stärken und ihre Fähigkeiten sehr gut kennen.

 

UC: Was ist besonders an einer Ausbildung bei Ihnen?

HK: Ich bin überzeugt: unsere Kultur. Das merken sie schon am Eingang. Man begrüsst sich, man kennt sich. Wir haben viele begeisterte Mitarbeitende und die Stimmung eines Familienunternehmens. Lehrstellen bieten wir schon seit gut 30 Jahren an. Zusätzlich sind wir eingebettet in einen Konzern und können deshalb viele Vorteile wie zum Beispiel Auslandaufenthalte anbieten. Die Weiterbildung fördern wir systematisch und für Mitarbeitende über 50 haben wir ein ganz besonderes Programm „Flex Time“ aufgesetzt, weshalb sogar Bundesrat Schneider-Ammann uns besucht hat.

Sicher wirken aber auch unsere Architektur und die schönen, funktionalen Arbeitsplätze. Denn viele Bewerbungen kommen über „Mund zu Mund-Propaganda“ zu uns.

Herr Kunz, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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