Lehre und dann?

Jährlich schliessen rund 70’000 junge Menschen in der Schweiz die Lehre ab. Für die meisten ein Meilenstein, denn nun sind sie wirklich „autonom“ und können sich finanziell und beruflich unabhängig vom Elternhaus entwickeln.

Leider in der Praxis bei weitem nicht so einfach, wie man denkt. Bei vielen ist der Lehrstellen-Such-Stress kaum überwunden, kommt schon die nächste existenzielle Herausforderung: Der Arbeitgeber übernimmt mich nicht, ich muss jetzt selber weiter schauen, was mache ich nur nach der Lehre?

Die, welche einen Anschlussvertrag beim Arbeitgeber bekommen, haben es gut. Sie erhalten meistens, marktgerechte Löhne und können nun in Ruhe die weitere Karriere planen. Für die anderen wird es ja nach Berufs- und Branchenfeld unterschiedlich schwierig. Während die Lernenden aus den Handwerksberufen meisten sehr gesucht sind auf dem Markt und bereits die ersten Stellenvermittler mit verlockenden Angeboten auf die Combox reden, haben vor allem die KV-Abgänger oft grosse Schwierigkeiten eine Stelle mit Marktgerechter Entlöhnung zu finden.

Nach 12 bis 24 Monaten sieht das zum Glück wieder anders aus aber für viele Frage stellt sich nach der Lehre die zentrale Frage nach dem Einstieg. Oft stehen drei Optionen zur Verfügung:
a) Job suchen auf biegen und brechen – im Notfall sogar als Praktikant zum tieferen Lohn
b) Auslandaufenthalt, Sprachen lernen
c) Weiterbildung

Die meisten Lernenden und insbesondere die KV Lernenden haben schon früh in der Lehre erkannt, dass es keinen Schritt weiter geht auf der Karriereleiter ohne Weiterbildung. Stellt sich also die Frage nach dem richtigen Schritt. Die Angebote sind enorm, die Preise oft auch. Hier zeigt sich aber die enorme Qualität unseres Bildungssystems und die Bedeutung der Lehre: Denn es stehen, sehr logische und praxisorientiert Lösungen offen. Fachausweis, Höhere Fachschule oder Fachhochschule sind die drei hauptsächlichsten Kanäle um schnell einen nächsten Titel zu erarbeiten. Aber auch andere Wege und der Übergang zur Universität stehen offen. Das geniale Schweizer System findet man hier abgebildet:
http://www.sbfi.admin.ch/berufsbildung/01606/index.html?lang=de. Ein paar entscheidende Punkte möchte ich noch hervorheben:
1.) Der Arbeitsmarkt zahlt Fachhochschulabgänger und Uni-Abgänger etwa gleich gut
2.) Fachhochschulabsolventen erhalten schneller eine Festanstellung und genau so oft oder öfter Kaderpositionen (vor allem in KMU!)

Man findet dazu gute Statistikgrundlagen beim BFS. Deshalb: Die Berufslehre ist eine echte Alternative! Sie integriert Jugendliche schnell in den Arbeitsmarkt und lässt Ihnen alle Karrierewege offen.

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