Berufsbildner braucht das Land

Gerade heute Morgen war in der NZZ wieder zu lesen, wie wichtig die Berufslehre der Schweiz ist und wie gross die Bemühungen sind, sie auch international zu verankern.

Alle Bemühungen in Ehre – das schwächste Glied in der Kette Lehrstellenbesetzung und Lehrausbildung sind die Berufsbildner! Ich habe das schon in meinem Blog „Mythos Lehrlingsmangel“ kurz angeschnitten.

Es geht mir hier nicht darum die Berufsbildner anzugreifen. Im Gegenteil: Sie sind es, die im Wesentlichen aus dem „Rohstoff Schüler“ Lernende und Fachkräfte machen. Deshalb müssen wir sie stärken, wenn wir das Problem an der Wurzel behandeln wollen.

Ziel ist es, die besten Berufsbildner der Welt zu haben. Die Vorteile für unser Land sind offensichtlich:
– Wir verhindern Fehleinstellungen
– Wir senken die Lehrabbrecherquoten
– Wir senken die Jugendarbeitslosigkeit
– Wir reduzieren die Brückenlösungen
– Wir haben die best ausgebildeten Fachkräfte

Kurz: Wir besetzen mehr Lehrstellen und bringen mehr Schülerinnen und Schüler zum erfolgreichen Abschluss. Das würde national und international mehr Eindruck machen alls alle akademischen Vermittlungsbemühungen.

Schwachstelle Berufsbildner:
– Berufsbildner haben zu wenig Anerkennung im Betrieb und werden zu wenig ernst genommen
– Berufsbildner zu sein ist zu oft eine Nebenbeschäftigung
– Berufsbildner zu werden ist zu einfach, keine fundierte Ausbildung/Weiterbildung nötig
– Berufsbildner haben oft zu wenig Entwicklungsmöglichkeiten

Hier meine Forderungen:
– Der Berufsbildner-Kurs muss erweitert werden
– Ausbildungsmarketing muss integrativer Bestandteil der Ausbildung sein
– Umgang und Integration von „B-Kandidaten“ muss eine zentrale Kompetenz werden
– Ergänzungsdienstleistungen im Bereich Lernendenförderung müssen den Berufsbildern transparent zur Verfügung stehen
– Das Eidg. Diplom muss den CH-Standards entsprechen und beworben werden
– Die Interessen der Berufsbildner müssen in einem starken Verband Fuss fassen
– Das Selbstmarketing der Berufsbildner muss sich verbessern

In diesem Sinne: Hoch lebe der Berufsbildner! Die Meisten sind in Kürze mit Lehrabschlussprüfungen beschäftigt und müssen kurz nach dem Sommer neue Lernende einarbeiten und gleichzeitig mit Vollgas an der Besetzung der neuen Lehrstellen (2015) arbeiten. Ich wünsche allen „gutes Gelingen“!

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